Spielbare Abenteuer im Herrenhaus – Download-Abenteuer ist in Arbeit!

Kurze Mitteilung: Das von mir angekündigte Download-Abenteuer, über das ihr abstimmen konntet, ist in Arbeit. Der erste Monat des Jahres war etwas voller als gedacht, aber es kommt! 🙂

Advertisements

Rollenspieljahr 2018 – Aussichten und Pläne

Hallo zusammen und ein frohes neues Jahr euch allen!

Ein neues Jahr hat begonnen und als passionierter Rollenspieler/-spielleiter habe ich mir schon Gedanken darüber gemacht, wie ich es mit meinem liebsten Hobby fülle. Weihnachten hat mir Pferdeherren von Rohan beschert und der gestrige Tag das Marvel Heroic Roleplaying Basic Game (erst das zweite mal, dass ich ein vergriffenes Grundregelwerk wirklich günstig erstehen konnte). Beste Vorraussetzungen also!

 

Was ich spiele/leite:

An erster Stelle steht meine, nun schon lange andauernde, Vampire: The Requiem-Runde, die ich für zwei Spieler leite. Dort laufen einige Plotstränge auf ihre (vorläufigen) Höhepunkte zu, es wird also auf jeden Fall spannend. Zudem hoffe ich, durch die Einführung von ein paar Hausregeln, Probleme mit der Spielmechanik auszuräumen.

Dann geht auch die A Song of Ice and Fire-Runde weiter, in der ich Spieler bin. Das genieße ich besonders, da ich sonst meistens Spielleiter bin. Endlich mal nicht wissen, was für den Plot geplant ist.

 

Was ich spielen/leiten möchte:

In erster Linie wird es wohl auf „leiten“ hinauslaufen, da die Systeme, die ich gerne als Spieler erleben möchte, nicht/kaum angeboten werden.

Zunächst hoffe ich, dass die Der Eine Ring-Kampagne, die im vergangenem Jahr begonnen wurde, wieder in Gang kommt. Zuletzt hakte es etwas, aber ich bin da optimistisch!

Dann möchte ich eine Abenteuerreihe für das Doctor Who RPG leiten. Orientieren will ich mich dabei, neben Doctor Who natürlich, an Fringe, Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D. und auch Torchwood. Die Charaktere sollen eine Sondereinheit von UNIT sein, die merkwürdige Vorfälle untersucht.

Für mein Lieblingssystem, das Dragon Age RPG, möchte ich auf jeden Fall auch mehr leiten. Da ich nicht sehe, dass da eine feste Gruppe zusammenkommen würde, werden es wohl One Shots sein. Wahrscheinlich werde ich das System auch auf Cons leiten. Dafür hat es sich echt bewährt.

Die neuste Edition von Paranoia zu leiten brennt mir auch schon länger unter den Nägeln. Durch die gute One Shot-Tauglichkeit sollte sich das auch gut umsetzten lassen.

Fest für’s Leiten ist auch Blades in the Dark geplant. Das habe ich jemanden versprochen, der es zu Weihnachten bekommen hat, und freue mich schon darauf, denn das System ist mal deutlich was anderes.

Andere Systeme auf der „Würde ich gerne leiten“-Liste sind Marvel Heroic Roleplaying, Werewolf: The Forsaken 2nd Ed., Hunter: The Vigil, Colonial Gothic und At the Hand’s of an Angry God.

Unter den Rollenspielen, die ich gerne als Spieler erleben würde, sind viele derjenigen, die ich auch leite: Der Eine Ring, Werewolf: The Forsaken, Doctor Who RPG aber auch Mage: The Awakening, Primeval und Tales from the Loop.

Vielleicht sollte ich mich wirklich mehr mit dem Thema Online-Runden beschäftigen. Sollte jemand spontan Lust haben eine solche Runde zu leiten, ich würde mich freuen, wenn ihr euch meldet! 😉

 

Auf welche Cons ich gehe möchte:

Fast sicher werde ich wieder die Leipziger Lindencon besuchen. Wenn man schon eine Rollenspielconvention vor Ort hat, dann muss man das nutzen!

Ich hoffe auch, dass ich es dieses Jahr schaffe, mindestens eine der beiden Cons in relativer Nähe zu besuchen: Die HallunkenCon in Halle (Saale) und/oder die Dresdener DreRoCo. Letztere gibt es sogar zweimal im Jahr: Die Primavera im Frühling und die Nebelung im Herbst. Doppelte Chancen dafür!

Idealerweise kommt noch eine größere Con dazu. Wenn es klappt, dann wohl entweder die Ratcon oder die Nordcon.

 

Auf welche Produkte ich mich freue:

Ganz vorne steht Faces of Thedas, welches nach längerer Zeit endlich wieder Material für das Dragon Age RPG bietet. Ich hoffe das die Lücke zur nächsten Publikation nicht wieder so groß wird, auch wenn das zu befürchten ist.

Dann bin ich noch auf Laughter of the Dragons gespannt, die Abenteueranthologie für den The One Ring-Quellenband Erebor. Und wird es noch ein eine Box zu Moria geben, auch wenn ich da nicht sicher bin, ob noch 2018.

 

Was ich auf meinem Blog machen möchte:

Ganz generell will ich regelmäßiger und öfter etwas posten. In den drei Jahren, seit ich diesem Blog betreibe, geht es langsam aber stetig bergauf mit den Aufrufen. Luft nach oben ist da aber definitiv noch.

Konkret möchte ich immer mal wieder spielbares Material hochladen. Ein Abenteuer ist für den Anfang schon einmal geplant, ausgewählt von der Community.

Außerdem hoffe ich gerade zum Karneval der Rollenspielblogs wieder mehr zu schreiben. An sich bin ich ein großer Fan der Aktion.

Ich habe zudem eine monatliche Reihe angedacht. Was die beinhalten soll, dass verrate ich aber nicht, falls ich damit doch nicht voran komme. Möchte ich ja nicht zu viel versprechen!

Zuletzt ist immer noch die Rezension für das Dragon Age RPG fällig.

 

Spielbare Abenteuer im Herrenhaus – Entscheidung ist gefallen

So, die Woche ist vorüber und es gibt eine Entscheidung darüber, welches Abenteuer ich aufbereiten und hier einstellen werde. So fielen die Stimmen in den Kommentaren und im RSP-Blogs-Forum aus:

  1. Gewonnen hat die Suche nach dem Handelszug! 3,5 Stimmen für dieses TOR/DER-Abenteuer
  2. Für einen potentiellen Konflikt aufgrund von Vorurteilen, ebenfalls ein TOR/DER-Abenteuer, gab es 2,5 Stimmen
  3. Zwei Stimmende wollen in einem Dragon Age-Abenteuer in Kirkwall einem Händler unter die Arme greifen
  4. Der Dalish-One Shot interessierte niemanden am meisten

Ich werde das Gewinnerszenario wie versprochen aufbereiten und fertig für den Download machen. Geplant ist, dass es Mitte Januar fertig ist!

Wer für etwas anderes gestimmt hat: Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben 😉

 

Erinnerung an die Abstimmung über ein spielbares Abenteuer!

Ich wollte noch einmal daran erinnern, dass ich vorhabe demnächst ein spielbares Abenteuer hier einzustellen, und die Community noch bis zum 21. Dezember die Möglichkeit hat, mitzubestimmen welches.

Die Übersicht dazu findet ihr HIER.

Schreibt einfach dort in die Kommentare, welches Abenteuer euch am meisten interessieren würde. Über jede Beteiligung freue ich mich!

Spielbare Abenteuer im Herrenhaus – Welches System darf es denn sein?

Hallo alle miteinander,

im Laufe der Zeit habe ich mehrere Abenteuer/Szenarios detailliert aufgeschrieben, damit ich selbst später noch weiß, was ich mir da ausgedacht habe. Tatsächlich habe ich festgestellt, dass sie ausreichend genug ausformuliert sind, dass auch andere etwas damit anfangen könnten.

Daher wäre es eine Schande euch die Sachen vorzuenthalten! Womit kann man die Rollenspielgemeinschaft schließlich mehr beglücken, als mit spielbarem Material?

Ihr dürft entscheiden, welches Szenario ich für euch aufbereite! Schreibt einfach in die Kommentare, was euch am meisten interessiert.

Ich habe vier Szenarios herausgesucht, die nicht bzw. kaum auf meine Runde abgestimmt sind. In jeden Fall werde ich sie so umarbeiten, dass sie allgemein gebraucht werden können. Zwei davon sind für das Dragon Age RPG und zwei für Der Eine Ring:

  1. Ein Abenteuer für Dragon Age, welches sich sehr auf einen Clan Dalish-Elfen fokusiert, die Spuren ihrer Vergangeheit nachspüren. Es ist als One-Shot ausgelegt, könnte aber auch in eine Kampagne eingearbeitet oder sogar zu einer ausgeweitet werden. Es umfasst ungefähr 10 bis 12 Stunden.
  2. Das andere Dragon Age-Abenteuer spielt in der Stadt Kirkwall (bekannt aus Dragon Age 2). Dabei sollen die Charaktere einem Händler helfen, eine wichtige Persönlichkeit gewogen zu stimmen. Dieses Abenteuer ist Con-erprobt und braucht etwa 5 Stunden.
  3. Im ersten Abenteuer für Der Eine Ring gehen die Charaktere auf die Suche nach einem Handelszug, der im Land der Viglundinger verschwunden ist. Es ist ein gutes Einstiegsszenario und dauert, je nach dem, auf welche Ideen die Spieler*innen kommen, etwa 6 bis 8 Stunden.
  4. Das zweite Abenteuer für Der Eine Ring dreht sich um das Verschwinden eines jungen Waldmenschen und Vorurteile zwischen gleich drei Gruppen, die drohen sich an jugenlichem Leichtsinn zu entzünden. Auch dieses Szenario dauert etwa 6 bis 8 Stunden.

 

Schreibt bitte bis zum 21.12., welches dieser Abenteuer euch am meisten interessiert. Ich würde mich über eine große Beteiligung freuen (also erzählt euren rollenspielenden Bekannten davon 😉 )!

Bis dahin einen angenehmen Freitag und ein schönes Wochenende

John Doe

Meinung und Vorschläge zu „Spieler vs Spielleiter: Eine Fallstudie“

Einige werden sicher schon Dnalors sehr guten Blogbeitrag zu einer aktuellen Diskussion auf Facebook gelesen haben. Das ist tatsächlich ein sehr interessanter Fall und enthält wichtige Punkte, die das grundsätzliche Verhalten von Spielern und SL zueinander. Deshalb, obwohl ich schon Kommentare unter dem Blogbeitrag hinterlassen habe, möchte ich auch auf meinem eigenen Blog meine Meinung dazu kundtun.

Zu Anfang sein gesagt, dass der ursprüngliche Post nur wenige Informationen enthält, deshalb kann ich auch nur auf dieser dünnen Basis begründen, was ich von dem Verhalten in besagter Runde halte. Aber ob die Wahrheit in dem Post verzerrt ist oder nicht, spielt gar nicht mal eine so große Rolle, denn wie gesagt, es geht um Grundsätzliches. Die Story könnte komplett konstruiert sein, man kann trotzdem Regel für Sozialverhalten in der Gruppe davon ableiten.

Zur Zusammenfassung, was das Problem dort war:

Der/die SL hatte eine Fantasy-Kampagne vorbereitet, in der ein Lich mit seiner Armee aus Untoten ein Königreich bedroht. Ziel der SC wäre natürlich, dass sie ihn aufhalten. Aber eine Spielerin oder ein Spieler entscheidet sich während des Spiels, dass die ihr/sein Charakter lieber für die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe kämpfen will, die in diesem Setting nicht existiert. Die anderen Spieler*innen ziehen mit, weil ihnen Rebellion interessanter erscheint als der Kampf gegen Untote. Auf Idee der/des SL (!) wird die Rebellion um die Einführung der Demokratie erweitert. Soweit. Scheinbar war die Kampagne auch unterhaltsam für alle. Aber dann, ganz am Ende der Kampagne, als die Spieler*innen (und ihre SC) die Früchte der Kampagne ernten, und gerade die gleichgeschlechtliche Ehe offiziell per Gesetz einführen wollen, taucht eine Armee Untoter auf und massakriert alle. Es war natürlich die Armee des Liches, der ja nie gestoppt wurde. Der/die SL, der/die auch den Post verfasste, feiert sich dafür, weil sie/er konsequent die Spielwelt weitergeführt hat.

Ganz klar: In dieser Runde gab es mehrere Probleme, die nicht gut angegangen wurden. Beide Seiten haben Fehlverhalten gezeigt. Da wären zuerst einmal die Spieler*innen: Sie haben in der laufenden Kampagne beschlossen, den Plot zu ignorieren und stattdessen ein eigenes Ding zu drehen. Das ist wirklich nicht schön, da ich davon ausgehe, dass der/die SL den Plot gut vorbereitet und Arbeit hinein gesteckt. Man hätte vorher sagen können, dass man eigentlich etwas anderes, z.B. halt Rebellion, spielen möchte.

Der/die SL aber ist darauf eingegangen und hat ihnen die Kampagne geleitet, die sie wollten. Es hätte alles gut sein können. Aber dann hat er/sie sich entschlossen am Ende alles ,was in der Kampagne erreicht wurde, zu ruinieren (OT wie IT), indem sein/ihr Plot wieder aufploppt und am Ende alle SC sterben. Gerchtfertigt wird das damit, dass die Spielwelt sich halt auch außerhalb der SC weiterdreht.

Grundsätzlich ist der Gedanke meines Erachtens gut. Aber um für alle ein schönes Spielerlebnis zu gewährleisten, muss man das auch kommunizieren und an die reale Spielweise der Runde anpassen. So hätten den SC während ihrer Rebellion immer wieder Hinweise zugespielt werden müssen, dass die Lich-Bedrohung sich im Hintergrund immer weiter anbahnt. Aber im Post deutet nichts darauf hin, dass das geschehen ist. Das der/die SL angefressen war, kann ich, wie gesagt, verstehen. Aber den ursprünglichen Plot zu nutzen, um Rache an den Spieler*innen zu üben, ist mies und kleinlich. Wenn das Ende ruiniert ist, sind es oft auch die Erinnungen über das, was davor war. Jeder der schon einmal eine gute Serie mit schlechtem Finale gesehen hat, der kann sich vorstellen, was ich meine.

Das Problem in dieser Gruppe war offensichtlich, dass sie nicht über ihre Erwartungen an die Kampagne sprechen konnten/wollten. Und so fand sich nach dem Alleingang der Spieler*innen nur ein Kompromiss, der sich am Ende als Falle herausstellte. Daher der dringende Appell an alle, in der Runde offen darüber zu reden, was man eigentlich spielen möchten. Dann findet sich bestimmt auch ein gemeinsamer Nenner. Und wenn nicht, dann kann man getrennte Wege gehen. Das ist immer noch besser, als sich gegenseitig den Spaß zu verderben.

Zum Schluss noch die Überlegung, wie im konkreten Fall das Ganze friedlich hätte geregelt werden können. Ein Vorschlag von Dnalor ist, dass man die Lich-Bedrohing als Anschlussplot nehmen könnte, wobei die SC nun als Herrscher dem Übel entgegentreten müssten. Ich halte diesen Vorschlag für ausgezeichnet, denn so hätten alle bekommen, was sie wollten.

Ich hätte aber wohl eine andere Variante gewählt: Wenn die SC den Lich nicht töten wollten, dann hat es vielleicht jemand anderes getan. Z.B. ein Prinz, der Sohn des gerade gestürzten Königs! Der wäre dann plötzlich auch ein Volksheld und ein politisches Gegengewicht. Und schon hätte man den nächsten Plot für die scheinbar politikspielbegesiterten Spieler*innen gehabt.