Neues für das Dragon Age RPG

(c) Green Ronin Publishing

Rein zufällig bin ich über ein angekündigtes Produkt für das Dragon Age RPG gestolpert. Es trägt den Namen Faces of Thedas und wird Werte und Beschreibungen für viele bekannte Figuren aus dem Dragon Age-Universum enthalten. Damit setzt das Quellenbuch eine gleichnamige PDF-Reihe fort, die es allerdings nie über zwei Publikationen gebracht hat (zu Varric Tethras und Tallis). Darüber hinaus sollen auch Tipps und Regel für das Handhaben aller Arten von Beziehungen im Spiel geliefert werden. Amazon gibt den 26. September 2017 als Erscheinungsdatum an (und 34,99€ als Preis), während der Verlag Green Ronin sich da selbst nicht so sicher ist.

Ich meinerseits bin froh, dass überhaupt etwas Neues für dieses Spiel erscheint, wo ich doch das Grundregelwerke für eines der besten überhaupt halte (und eigentlich noch eine Rezension dazu schreiben wollte… lalala…). Leider hat Green Ronin scheinbar Probleme für seine Lizentsysteme regelmäßig neues Material heraus zu bringen. Nicht nur bei Dragon Age ist das so, sondern auch das A Song of Ice and Fire-Rollenspiel und DC Adventures leiden darunter. Welcher Natur diese Probleme sind, da will ich nicht drüber spekulieren, aber es ist schade und umso größer daher die Freude, dass doch noch etwas neues kommt.

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Antworten auf [RPG-Blog-O-Quest] im August 2017

Es ist jetzt schon eine Weile her, dass ich bei RPG-Blog-O-Quest die Fragen beantwortet habe. Höchste Zeit also! Bei dieser Aktion, die von den geschätzten Bloggerkollegen Würfelheld und Greifenklaue ins Leben gerufen wurde, werden zu Beginn des Monats fünf Fragen gestellt, die die Community beantworten kann. Mittlerweile stellen auch andere Blogger die Fragen. Im Spätsommermonat August kommen sie von Michael L. Jaegers von jaegers.net.

1. Am liebsten spiele ich Rollenspiele in Privatwohnungen, denn dort kann man in der Regel ungestört spielen. Außerdem bieten sie oft eine Reihe von Annehmlichkeiten, die ein Vereinsheim beispielsweise nicht hat (Polstermöbel, saubere Toiletten, etc.).

2. Ich bin sehr gerne Spielleiter, da ich ein Ventil für meine Fantasie brauche und gerne zuschaue, wie Spieler auf das reagieren, was ich ihnen präsentieren, aber es ist doch deutlich anstrengender als als Spieler, gerade wenn ich das Gefühl habe, die Runde läuft gerade nicht so rund. Trotzdem ist es mir das auf jeden Fall Wert!

3. Als Spieler(in) bin ich recht engagiert, kann mich aber auch ohne Schwierigkeiten für andere Mitspieler zurücknehmen, denn alle sollen Spaß haben.

4. Meister, Gamemaster (GM), Spielleiter(in) oder Spielleitung (SL) – die Bezeichnung ist mir im Grunde egal, jedoch halte ich Spielleiter(in) für das allgemeingültigste. Es drückt ganz gut aus, was für eine Rolle man hat, klingt aber nicht so schrecklich technokratisch wie Spielleitung.

5. Wie bereitest du dich auf eine Spielrunde (als Spielleiter(in) und/oder als Spieler(in)) vor? One-Shots versuche ich durchzukonstruieren, weil ich die Erfahrung  gemacht habe, dass Improvisieren hier nur funktioniert, wenn ich es sehr simpel halten will. Für meine Langzeit-Kampagne kann ich gut improvisieren, denn dort hat sich mittlerweile so viel angesammelt, dass sich immer etwas zu tun für die Charaktere findet. Aber auch hier wollen kompliziertere Aktionen vorher, von mir als Spielleiter, gut vorbereitet werden, sonst läuft es Gefahr unbefriedigend zu werden.

Bonusfrage: Auf einer Rollenspiel Convention spiele ich sooft ich kann, weil es eine gute Gelegenheit ist, mal ganz andere Systeme oder Spielstile kennenzulernen oder zu leiten.

Lindencon 2017 angekündigt!

Mittlerweile gibt es einen Termin für die Lindencon, Leipzigs kleine aber sympathische Rollenspielconvention. Sie wird vom 8. bis 10. September schon zum vierzehnten Malstattfinden, allerdings in anderen Räumlichkeiten als die letzten Jahre.

Wer also im Umkreis Leipzigs wohnt, der sollte es sich auf jeden Fall überlegen! Alle weiteren Infos findet ihr auf der entsprechenden Homepage.

Ich habe übrigens auch vor dort zu leiten. Wer also Lust hat, der kann meine Runden in der Rundenübersicht finden, sobald eingetragen (unter John Doe natürlich 😉 )!

„Bree“ erschienen

Wie bereits angekündigt war, ist nun der Quellenband Bree für das Rollenspiel The One Ring als PDF erschienen. Eigentlich ist „Quellenband“ nicht ganz richtig, denn Cubicle 7 kombiniert erstmals in der Produktlinie Quellenmaterial mit vorgefertigten Abenteuern. Das sind in Bree drei Stück an der Zahl.

Da Bree und Breeland keine allzu umfangreichen Örtlichkeiten sind, ist das ein ganz guter Weg, denke ich. Neben Beschreibungen und Abenteuern, kommt auch wieder eine spielbare Heldenkultur hinzu: Die Menschen aus Bree/Men of Bree (waren im Player’s Companion auch schon enthalten). Nur schade, dass nicht auch die breeländischen Hobbits gleich mitbeschrieben wurden.

Man kann das PDF für $19,99 bei DriveThruRPG erwerben oder, Bits and Mortar sei Dank, indem man die gedruckte Version vorbestellt (33,95€ bei Sphärenmeisters Spiele).

 

 

Neues für Vampire: The Requiem 2nd Ed.

Obwohl schon 2013 erschienen, damals noch als Blood & Smoke, gab es für die aktuelle Edition von Vampire: The Requiem bisher kaum zusätzliches Material. Allein Secrets of the Covenants erschien bisher. Dieses war, zusammen mit Thousend Years of Night und The Half-Damned, schon lange angekündigt gewesen.

Jetzt hat Onyx Path Publishing endlich auch besagtes Thousend Years of Night veröffentlicht! Dieses Werk widmet sich ganz den Elders (im Deutschen als Ahnen übersetzt) und soll sie vor allem auch zu wirklich spielbaren SC machen. Der Ansatz gefällt mir sehr gut, sind diese Geschöpfe doch quasi das Mark der „Gesellschaft der Nacht“. Wäre schade um das vergeudete Potential gewesen!

Zunächst ist nur die PDF-Version mit 137 Seiten für $14,99 erhältlich.

Sobald ich mich näher mit dem Werk befasst habe, gibt es hier mehr!

[Karneval der Rollenspiel] Der Wohnort/ die Basis der SC – „Hin und wieder zurück“

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Nachdem ich mich, im letzten Artikel bereits, mit Themengruppen und ihrem Verhältnis zu Heimat und Basis auseinandergestzt habe, möchte ich noch kurz auf den zweiten Modus, in dem der Wohnort der SC regelmäßig wiederkehrt, eingehen.

 

Wie in den Grundüberlegungen beschrieben, geht es um Gruppen, deren Figuren kein gemeinsames Thema haben, trotzdem zusammen auf Abenteuerfahrt gehen, aber auch, im Gegensatz zum klassischen Vagabundenabenteuerern, regelmäßig nach Hause zurückkehren.

 

Dieses Konzept kenne ich so nur aus dem Spiel Der Eine Ring (deshalb auch die Überschrift 😉 ). Hier haben die SC in der Regel kein gemeinsames Thema (möglich wäre es theoretisch), sondern ziehen gemeinsam für Aufträge und Abenteuer los. Es ist ein Ziel, das sie verbindet. Gleichzeitig wird davon ausgegangen, dass alle Figuren mal mehr, mal weniger oft nach Hause zurückkehren. Das tun sie einerseits aus Heimatverbundenheit andererseits auch aus Pflichtgefühl gegenüber ihrem Volk. Zumindest ist es so, im Geiste von Tolkiens Werken, gedacht, und an sich auch schlüssig. Etwas zu erleben muss ja nicht heißen, dass man alle Wurzeln verliert. Aus spieltechnischer Sicht ist die Anwesenheit zu Hause erforderlich, damit der Charakter nicht das Ansehen bei seinen Leuten verliert. Und höheres Ansehen verschafft mehr Möglichkeiten zur Einflussnahme, was gerade in längeren Kampagnen, wie Schatten über dem Düsterwald (zu dieser wird es hier später noch mehr geben), wichtig ist.

Hier entspricht das Zuhause der Heimat, wie ich sie im Artikel zu den Themengruppen beschrieben habe. Auch Basen gibt es im Spiel.

 

Wie gesagt, ich kenne kein anderes Spiel, das davon ausgeht, dass SC sich so verhalten. Es wäre allerdings leicht übertragbar, je nach dem, wie die Gruppe spielt. In DSA z.B. könnten die Helden, nach dem bestandenen Abenteuer, auch in ihre Heimat zurückkehren, und dort die Früchte ihrer Taten genießen (oder ihre Wunden lecken). Zum nächsten Abenteuer finden sich dann alle wieder zusammen. So groß sind die meisten Strecken in Aventurien nicht, dass das kein Möglichkeit wäre. So ein Konzept würde sich immer dann anbieten, wenn man es auch ein bisschen politisch haben möchte. Charaktere gewinnen in der Heimat an Ruhm und Ansehen, können sich so Ressourcen aufbauen und diese in weiteren Unternehmungen nutzen.